Die Anreise (Teil 1)

Am 13. September 2010 spät abends fliegen wir in Frankfurt ab, zunächst nach Abu Dhabi, dann – nach einigen Stunden Pause – weiter nach Kathmandu, das wir am 14. September gegen Abend erreichen. Schwül-feuchte Luft, der Lärm dieser mindestens Drei-Millionen-Stadt und der bekannte Gestank nach verbranntem Müll empfängt uns.

Phuri Lama, Organisator des Einsatzes, Freund und Begleiter der nächsten Wochen, holt uns ab; wir fahren zum „Kathmandu View Hotel“, wo es ein herzliches Wiedersehen mit den Mitarbeitern gibt. Beim späten Abendessen, was eigentlich auf der Dachterrasse geplant war, zeichnet sich schon das Problem der nächsten Wochen ab: es regnet!

Der verlängerte Monsun hatte ja bekanntermaßen in Pakistan und Indien zu massiven Überschwemmungen geführt und wir sollen ausreichend erleben, was Monsun“regen“ bedeutet.

Viele Bergsteiger sitzen in Kathmandu fest, da die kleinen Flugzeuge – vor allem nach Lukla im Everest-Gebiet, wo die meisten hinwollen – ausschließlich auf Sicht fliegen.

Auch wir sind auf ein solches Flugzeug nach Phaplu angewiesen und die spannende Frage an Rainers Geburtstagsmorgen ist, ob wir in die Warteschleife geschickt werden. Am späten Vormittag kommt die Nachricht, dass zwei oder drei Flüge starten könnten. Wir erreichen den Flughafen rechtzeitig und können – sozusagen als Geburtstagsgeschenk! – tatsächlich abheben. Angenehm ist der Flug durch dicke Wolkenberge nicht gerade, aber wir landen glücklich und ohne Turbulenzen auf der Piste von Phaplu.

Kaum in einer Lodge nahe der Flugpiste angekommen, öffnet der Himmel wieder alle vorhandenen Schleusen und schüttet bis zum nächsten Morgen solche Wassermassen aus, wie wir noch nicht erlebt haben.